Konzept

Der Anker e.V., Verein für Menschen mit Depressionen und Angstzuständen.

Unser Ziel ist es, psychisch kranke Menschen aus ihrer Isolation herauszuholen und in die Gemeinschaft einzugliedern.

Die Mitglieder des Vereins sollen ihre Krankheit nicht unterschätzen, sie sollen lernen damit besser umzugehen, sie leichter zu akzeptieren. Dies geht natürlich in einer Gemeinschaft mit Gleichgesinnten viel besser als allein zu Hause.

Eine „normale Selbsthilfegruppe“ besteht im Schnitt aus acht bis zehn Mitgliedern, die sich einmal in der Woche treffen und über ihre Probleme reden. Auch diese Art von SHG ist wichtig, weil Viele diese Gespräche brauchen! Unsere Vorstellung und Erfahrung gehen dahin, je größer die Gruppe ist, um so eher finden sich Leute, die einander sympathisch sind, gleichartig, mit ähnlichen Lebenserfahrungen oder den gleichen Problemen. Wir haben sehr vielfältige Beziehungen aufgebaut, die wir für unsere Mitglieder nutzen können. Uns unterstützen Psychologen und eine Sozialarbeiterin aus dem Krankenhaus. Wir kooperieren mit dem Krankenhaus KEH, dem Bezirksamt Lichtenberg,der Howoge GmbH und anderen Vereinen.

Durch aktive Freizeitgestaltung sollen diese Menschen abgelenkt werden von ihren Problemen. Mal ein paar Stunden entspannen, lachen, neue Leute kennen lernen und dabei einsehen, dass sie nicht allein dastehen. Das es viele Menschen mit ähnlichen, meist größeren Problemen gibt, die trotzdem lachen und weiter leben wollen. Dadurch entstehen neue Bekanntschaften, Freundschaften, Interessengemeinschaften und im günstigsten Fall sogar neue Lebensgemeinschaften. Zweimal in der Woche kann man unseren Verein in angemieteten Räumen besuchen. Hier werden Spiele wie Tischtennis, Romme, Skat, Bingo, Dart und Bastel -und Discoabende veranstaltet. Alle 14 Tage gehen wir gemeinsam Bowling spielen. Einmal im Monat organisieren wir ein sogenanntes Event, eine Veranstaltung der besonderen Art. Wir kümmern uns um stark reduzierte Eintrittskarten für Theater, Oper, Variete‘ oder Sportveranstaltungen. Diese Events sind von großer Bedeutung. Die einzelnen Mitglieder würden allein nie zu solchen Veranstaltungen gehen, da sie sich zum einen die Eintrittspreise gar nicht leisten könnten und Angst davor haben, man könnte ihnen ihre Krankheit ansehen. Aber in der Gruppe ist das anders. Ihr Selbstbewusstsein und somit ihre Freude am Leben wird wieder geweckt. Sie wollen wieder mitmachen, teilnehmen am Leben, etwas erleben, wieder etwas tun, arbeiten und wieder zu etwas nützlich sein. Das senkt dementsprechend die Rückfallrate wieder ins Krankenhaus zu müssen.